Klimageld-Frust: Warum das Geld der Bürger bei den Falschen landet

Es klang wie ein faires Versprechen: Wer das Klima durch CO2-Abgaben beim Tanken und Heizen schützt, bekommt am Ende des Jahres ein „Klimageld“ vom Staat zurückgezahlt. So stand es bereits 2021 im Koalitionsvertrag der damaligen Regierung. Die Idee war einfach: Wer wenig CO2 verbraucht, sollte durch die Pro-Kopf-Zahlung sogar Gewinn machen. Doch im März 2026 ist klar: Das Geld kommt nicht – zumindest nicht bei denen, die es am dringendsten brauchen.


Ein riesiger Geldtopf, der woanders hinfließt Seit der Einführung der CO2-Preise hat der Staat gewaltige Summen eingenommen. Bis heute sind über 100 Milliarden Euro zusammengekommen. Allein im Jahr 2025 flossen Rekord-Einnahmen von 21,4 Milliarden Euro in die Staatskasse. Doch statt dieses Geld direkt an die Menschen zu überweisen, nutzt der Staat den Topf für andere Dinge: Subventionen für die Industrie, den Ausbau der Bahn oder die Förderung von neuen Heizungen.

Die „Umverteilung nach oben“ Kritiker und Sozialverbände warnen nun vor einer ungerechten Entwicklung. Denn die aktuellen Entlastungen kommen vor allem Menschen zugute, die ohnehin schon mehr Geld haben. Wer ein eigenes Haus besitzt, kann hohe staatliche Zuschüsse für eine Wärmepumpe oder eine Sanierung kassieren. Auch wer weit zur Arbeit fährt, wird seit Januar 2026 durch die auf 38 Cent erhöhte Pendlerpauschale entlastet.

Mieter zahlen die Zeche Die Verlierer dieser Politik sind die Mieter und Menschen mit geringem Einkommen. Sie zahlen an der Zapfsäule und bei der Heizkostenabrechnung die steigenden CO2-Preise, haben aber oft kein Geld für ein teures Elektroauto und können als Mieter nicht entscheiden, wann eine klimafreundliche Heizung eingebaut wird. Da das versprochene Klimageld im Jahr 2026 erneut abgelehnt wurde, bleiben diese Haushalte auf den Kosten sitzen. Während Hausbesitzer ihr Eigentum mit Steuergeldern aufwerten, schauen Millionen Mieter in die Röhre.

Technische Ausreden statt Taten Lange Zeit hieß es, die Auszahlung scheitere an technischen Hürden – zum Beispiel, weil der Staat die Bankverbindungen der Bürger nicht kenne. Mittlerweile ist die Technik zwar weitgehend bereit, doch die Politik hat das Projekt auf die lange Bank geschoben. Die aktuelle Regierung unter Bundeskanzler Friedrich Merz verweist stattdessen auf allgemein sinkende Strompreise durch staatliche Zuschüsse. Doch für viele Geringverdiener ist das nur ein schwacher Trost, der die hohen Belastungen beim Heizen und Tanken kaum ausgleicht.

Am Ende bleibt das Gefühl: Das Geld der kleinen Leute wird genutzt, um die Klimawende für Wohlhabende und die Industrie zu finanzieren.


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